Vereinsgeschichte

Die ersten Hechinger Gilden
(Quellennachweis: Festschrift der Schützengilde Hechingen e.V. v. 21./22. Sept. 1991)

Die älteste sichere Nachricht von dem Bestehen einer Schützenorganisation in Hechingen, die bisher vorliegt, ist in der Urfehde eines Rangendinger Schützen enthalten. Nach diesem Dokument hat ein Peter Saur im Jahre 1535 auf dem "Gesellenschießen derzeit zu Hechingen" irgend einen Unfug angerichtet und wurde dafür eingesperrt.
Ein Gesellenschießen setzt das Bestehen einer Schützenorganisation oder Gilde voraus. In den Ausgabebelegen der herrschaftlich-zollerischen Kassen finden wir dann aus den Jahren 1546 und 1547 zwei Nachweise, nach denen die Hechinger Schützen vom Grafen ein Geldgeschenk "nach altem Brauch und Herkommen" erhalten und dem Hechinger Schützenmeister ein Betrag für ein Schloss, Leim und anderes Material gezahlt hat.

Die Neugründung der Hechinger Schützengilde unter mehr oder weniger bewusster Fortsetzung der alten Tradition erfolgte am 30. Juli 1887. Vom gleichen Tag datieren die neuen Statuten der Gilde. In dem Gründungsprotokoll ist darauf hingewiesen, dass die Freunde des Schießsports schon längst das Fehlen eines geeigneten Schießstandes als Mangel empfunden haben, so dass am 9. August 1887 die Schützengilde ohne Beanspruchung eines Pachtzinses von Seiten der bürgerlichen Collegien ein Gelände auf den Steinäckern bei der Friedrichstraße in Hechingen einen Schießplatz erhielten.